Yellowstone Nationalpark – Schlafender Riese unter der Erdoberfläche
Der Yellowstone Nationalpark gehört zu den faszinierendsten Parks auf der Welt. Er beheimatet unzählige Tier- und Pflanzenarten und bietet eine einzigartige Kulisse. Allerdings bewahrt er neben all den Schönheiten auch ein gefährliches Geheimnis: Acht Kilometer unter der Erdoberfläche befindet sich eine riesige Magmakammer.
Sollte es zu einem Ausbruch des unterirdischen Vulkans kommen, würde ein Großteil der Vereinigten Staaten verwüstet werden. Dies hätte auch Auswirkungen auf den Rest unseres Planeten.
Yellowstone Nationalpark - Der erste Nationalpark der USA
Im Jahr 1872 wurde der Yellowstone Nationalpark zum ersten Nationalpark der Vereinigten Staaten erklärt. Dieser befindet sich am Quellgebiet des 1.600 Kilometer langen Yellowstone River. Der Nationalpark hat eine Größe von 8.670 Quadratkilometer und lockt jährlich etwa drei Millionen Besucher an. Im Park finden sich viele Geysire und seltene Tiere. Aber die Wissenschaft hat momentan an einem besonderen Phänomen tief unter der Erde des Yellowstone Nationalparks Interesse, nämlich einer riesigen Magmakammer.
Yellowstone Nationalpark – Riesiger unterirdischer Vulkan
Acht Kilometer tief unter der Erde liegt ein riesiger Vulkan, deren Ausbruch den des Mount St. Helens im Jahr 1980 als harmlos erscheinen lassen würde. Da sich das Magma keinen Weg an die Erdoberfläche bahnen kann, baut sich mit der Zeit ein immer größer werdender Druck unter der Erdoberfläche auf. Der Krater unter dem Yellowstone Nationalpark wurde per Zufall durch die NASA entdeckt, die eine neue Infrarotkamera über dem Nationalpark testete.
Der Krater hat eine Länge von etwa 70 Kilometer und eine Breite von 30 Kilometer. Wissenschaftler haben anhand der Ascheschichten festgestellt, dass dieser Vulkan bisher dreimal ausgebrochen ist, wobei die letzte Eruption vor etwa 600.000 Jahren stattfand. Der Vulkan galt vor einigen Jahrzehnten als erloschen, aber die Forschung sieht das heutzutage anders.
Steht ein Ausbruch bevor?
Der Nationalpark wird regelmäßigen Höhenmessungen unterzogen. Diese haben gezeigt, dass sich die Magmakammer im Norden erhoben hat und den See im südlichen Teil zum Überlaufen gebracht hat. Demnach herrscht unterirdisch eine sehr große Energie. Die Magmakammer wird ständig mit Seismographen untersucht, die jährlich mehrere hundert kleine Erdbeben gemessen haben. Sollte es zu einem Ausbruch kommen, hätte dies Auswirkungen auf das globale Klima, was mit einer deutlichen Abkühlung einhergehen würde.
