Schwarze Löcher – Eines der großen Mysterien des Universums

Kategorie: Astronomie
8. Jul

Schwarze Löcher gehören definitiv zu den interessantesten und bizarrsten Objekten der Astrophysik. Dabei handelt es sich um sehr kompakte Objekte, die eine so große Dichte aufweisen, dass ihnen noch nicht einmal Licht entkommen kann.

Schwarze Löcher - Extrem heiße Gaswolken sind für ihre Entstehung verantwortlich ©Flickr/thebadastronomer

Dank Albert Einstein und seiner Allgemeinen Relativitätstheorie, die sich unter anderem mit Gravitation beschäftigt, wurde Licht in die Eigenschaften dieser Gebilde gebracht. Nach Einstein hat Gravitation mit der Struktur von Raum und Zeit zu tun. Er verband Raum und Zeit zur Raumzeit, einem vierdimensionalen Gebilde, welches Krümmungseigenschaften besitzen kann.

Schwarze Löcher – Wie entstanden sie?

Lange Zeit tappten Physiker im Dunkeln, was die Entstehung Schwarzer Löcher angeht. Moderne Computersimulationen haben diese große Frage nun endlich gelöst. So haben diese gezeigt, dass die Löcher zunächst eine „strenge Diät“ absolvieren mussten.

Kurz nach dem Urknall schwirrten viele Gaswolken im Universum herum, die sich zu den ersten Sternen verdichteten. Diese waren enorm groß und verfügten über eine exorbitante Temperatur. Aufgrund ihrer Eigenschaften gaben sie sehr viel Energie in Gestalt von Licht ab, sodass andere in der Nähe befindlichen Gaswolken weggestoßen wurden. Diese Energieabgabe ermöglichte den Sternen aber kein langes Leben, sodass sie nach dem Verbrauch ihres Brennstoffes zusammenbrachen. Die ersten schwarzen Löcher waren geboren.

Schwarze Löcher – Einsaugen von Materie lässt sich wachsen?

Bisher gingen die Wissenschaftler davon aus, dass Schwarze Löcher aufgrund des Aufsaugens von Materie einem schnellen Wachstum unterlagen und sich auf diesem Weg zu so genannten supermassiven Löchern entwickelten. Allerdings konnten Astrophysiker nun beweisen, dass das nicht der Fall ist.

Aufgrund der weggedrängten Gaswolken befand sich in der unmittelbaren Nachbarschaft kaum noch Materie. Somit konnten die Löcher nicht an Größe gewinnen, sondern mussten vielmehr eine Art Diät halten. Demnach nahmen die Löcher während eines Zeitraumes von hundert Millionen Jahren unter einem Prozent an Gewicht zu.

Röntgenstrahlung mit großer Fernwirkung

Als die ersten Schwarzen Löcher damit begannen, die Gaswolken aufzusaugen, bildete sich Röntgenstrahlung, die eine sehr große Fernwirkung aufweisen konnte. So war sie in der Lage Gas zu erhitzen, das mehrere hundert Lichtjahre entfernt war. Die überschüssige Temperatur verhinderte, dass sich die Gaswolken in Sterne verwandelten.

Dadurch bildeten sich immer größere Wolken, die schließlich unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrachen. Genau dieser Umstand brachte supermassive Schwarze Löcher zum Entstehen. Somit wurde die Theorie widerlegt, dass diese Gebilde aus Sternen entstanden sind.

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