Otto Hahn – Der Entdecker der Kernspaltung

Kategorie: Chemie
13. Dez

Otto Hahn war ein deutscher Wissenschaftler, der bedeutende Kenntnisse in der Kernspaltung, Radiochemie und Kernisometrie erlangte. Er galt als „Vater der Kernchemie“ und wurde im Jahr 1951 mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet.

Otto Hahn - Der Erfinder der Kernspaltung © flickr/KatjaGiersig

Der Forscher strebte in jungen Jahren einen Beruf im industriellen Bereich an, was ihn dazu veranlasste, das Studium in London anzutreten. Dort wurde er Mitarbeiter von Sir William Ramsay, der als Entdecker der Edelgase gilt.

Otto Hahn – Wegweisende Forschung

Während des Studiums in London beschäftigte sich Otto Hahn (1879 – 1968) mit dem noch relativ neuen Gebiet der Radiochemie. Im Jahr 1904 ging der junge Wissenschaftler bei Sir William Ramsey in die Lehre, der im selben Jahr den Nobelpreis für Chemie verliehen bekam. Hahn lernte während dieser Zeit die Radiochemie kennen und machte im Jahr 1905 die Entdeckung der Isotope der Elemente Radium, Thorium und Actinium. Kurze Zeit später traf er auf den Chemie-Nobelpreisträger Ernst Rutherford.

Otto Hahn – Entdeckung von Protactinium

Otto Hahn war ab 1907 am Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin tätig. Gemeinsam mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Lise Meitner entdeckte er das Protactinium, wobei es sich um ein radioaktives Zerfallsprodukt von Uran handelt. Hahn war Gegner der Nationalsozialisten und weigerte sich, Mitglied der NSDAP zu werden.

Hahn und Meitner widmeten sich ab dem Jahr 1934 der Bestrahlung von Uran per Neutronen, jedoch wurde ihre Arbeit durch die Judenverfolgung beendet, da Lise Meitner vor den Nationalsozialisten fliehen musste. Zusammen mit Fritz Straßmann gelang dem Forscher Otto Hahn die erste Kernspaltung. Diese erfolgte durch den Beschuss des Urans mit langsamen Neutronen.

Nobelpreis für Chemie

Im Jahr 1944 wurde Otto Hahn aufgrund seiner „Entdeckung der Spaltung schwerer (Uran-)Atomkerne als Grundlage für die spätere friedliche und militärische Nutzung der Nuklearenergie“ mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Jedoch konnte er den Preis erst 1946 entgegennehmen, nachdem er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden ist.

Hahn lebte nach dem Entgegennehmen des Preises in Göttingen und beteiligte sich am Wiederaufbau deutscher Forschungseinrichtungen. Von 1948 bis 1960 war er Präsident der Max-Planck-Institute. In den 1950er Jahren warnte Hahn gemeinsam mit anderen Chemikern und Physikern vor den Gefahren der Kernspaltung für den Menschen.

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