Neue Spinnenarten auf dem Vormarsch – Lebensmitteltransporte bringen blinde Passagiere nach Deutschland
In Deutschland fanden Wissenschaftler in der vergangenen Zeit Spinnenarten, die bisher nicht in unseren Gefilden anzutreffen waren. Dazu gehören unter anderem Exemplare der Kräuseljagdspinne und der Zitterspinne. Die Mehrheit der Tiere ist ungefährlich, aber es gibt auch einige wenige Arten, die für den Menschen gefährlich werden können.
So findet man zum Beispiel auch die Schwarze Witwe inmitten unserer Natur. Allerdings treten diese Tiere nur vereinzelt auf und sind bei bedachtem Umgang keine Gefahr für den Menschen.
Neue Spinnenarten auf dem Vormarsch
In den Bundesländern entdecken Forscher immer öfter neue Spinnenarten. Die Tiere kommen oftmals aus fernen Ländern und gelangen durch Lebensmitteltransporte per Flugzeuge in unsere Gefilde. So fanden Arachnologen in Mainz und Mannheim unter eine Zitterspinne namens Holocnemus pluchei. Dieses Tier ernährt sich in erster Linie von Insekten und bringt für das hiesige Ökosystem keine Gefahr mit sich. Ursprünglich ist das Tier im Mittelmeerraum beheimatet.
Schwarze Witwe in Deutschland gesichtet
Die Mehrheit der neu entdeckten Spinnenarten ist eher gemütlicher Natur und stellt für den Menschen keine große Gefahr dar. Allerdings wurden unter den neuen Arten auch Exemplare der Schwarzen Witwe entdeckt, die ein hochwirksames Gift besitzen, das für den Menschen relativ gefährlich werden kann.
Die Spinnen wurden vermutlich während Lieferungen für die Automobilindustrie eingeschleppt. Da die Schwarzen Witwen dem Menschen gegenüber sehr zurückhaltend sind und sich noch keine Populationen gebildet haben, besteht keine große Gefahr für den Menschen.
Kräuseljagdspinnen in Deutschland entdeckt
Die Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana) ist vom westlichen Mittelmeerraum bis zu den südlichen Alpen beheimatet, wurde aber bereits in den 1990er Jahren nach Kalifornien eingeschleppt. Seit 2005 lebt das Tier nunmehr auch in Deutschland, wo es sich im Gebiet um Freiburg etabliert hat. Jedoch gelangte das Tier im Verlauf der Zeit weiter in den Norden, was womöglich auf den Klimawandel zurückzuführen ist.