Mythen des Alltags – Nach dem Essen schwimmen gehen?

Kategorie: Biologie
16. Mai

Zu den Mythen des Alltags gehört unter anderem die Frage, ob man sich nach dem Essen in die eisigen Fluten stürzen darf. Immerhin hält sich fest die Annahme, dass ein üppiges Mahl zu unangenehmen Magenkrämpfen und einem Kollaps führen kann.

Mythen im Alltag - Nicht mit vollem Magen ins Wasser!? ©Flickr/mitocaverna

Angeblich vertragen sich die Aktivitäten Essen und Schwimmen nicht und das ausgiebige Planschen im kühlen Nass soll nach dem Verzehr einer üppigen Mahlzeit sogar gefährlich sein. Wie es um diesen Mythos wirklich steht, erfahren Sie im Folgenden.

Essen vor dem Schwimmen – Da rebelliert der Magen!?

Wer kann sich nicht noch an die warnenden elterlichen Ratschläge erinnern, dass man nach dem Verzehr einer Mahlzeit aus der Kühlbox nicht sofort in den See hüpfen soll? Angeblich soll man mindestens zwei Stunden warten, bevor es mit Schnorchel und Taucherbrille in die Fluten geht.

Aber diesem Mythos kann getrost der Wind aus den Segeln genommen werden. Wissenschaftler haben bestätigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen vollem Magen und Schwimmunfällen gibt. Aber warum steht dann selbst in den DLRG-Baderegeln, dass man niemals mit einem vollem bzw. absolut leerem Magen schwimmen gehen soll?

Essen und Schwimmen – Rekordversuch nach dem Schweinebraten

Generell muss zunächst geklärt werden, wie viel Nahrung als bedenklich angesehen wird. Ist schon ein kleiner Schokoriegel bedenklich oder auf was für eine Mengenangabe bezieht sich dieser Mythos? Sicherlich wird kaum jemand nach dem Verzehr eines rustikalen Eisbeines auf die Idee kommen, sich in die Fluten zu stürzen. In diesem Fall werden sicherlich die Decke und ein kühles schattiges Plätzchen die erste Wahl sein, da das Verspeisen reichhaltiger Nahrungsmittel zu Müdigkeit führt und die Betroffenen nicht selten von Schlaf heimgesucht werden.

Vegetatives Nervensystem

Dieser Umstand beruht darauf, dass nun vermehrt Blut für die Verdauung der schwer im Magen liegenden Schweinshaxe herangezogen wird und der Stoffwechsel darauf programmiert ist, das fleischige Ungetüm „wegzumachen“. Wer sich nun nach einer solchen Mahlzeit dem Vorhaben widmen möchte, einen neuen Schwimmrekord aufzustellen, sollte nicht zu voreilig denBadeanzug anziehen. Da das Blut bei sportlicher Betätigung nicht mehr zur Verdauung, sondern zur Muskelversorgung herangezogen wird, kann es zu Konflikten innerhalb des vegetativen Nervensystems kommen.

Keine Verbindung zwischen Magenkrämpfen und Schwimmunfällen

Der US-amerikanische Sportarzt Arthur Steinhaus hat sich bereits 1961 mit dem Mythos ums Essen und Schwimmen befasst. Sogar Hochleistungssportler gönnen sich hin und wieder vor dem Schwimmen einen herzhaften Happen, um anschließend ins Becken zu springen. Keiner der von ihm befragten Sportler hat jemals über einen Magenkrampf geklagt.

Das Schwimmen mit leerem Magen kann allerdings zu möglichen Problemen führen, da die Gefahr einer Unterzuckerung besteht, die im Wasser fatale Folgen haben kann.

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Ferdi schreibt
am 22. Mai 2011 um 22:45 Uhr

Hi Ich vermisse den Facebook Like Button? ;)

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