Mission zum Mars – Astronauten trainieren in einer Halle bei Moskau

Kategorie: Astronomie
2. Mrz

In einem simulierten Raumflug sind sechs internationale Astronauten für das Projekt Mars500 nach 250 Tagen endlich auf dem Mars gelandet. Besser gesagt: Einer Art Sandkasten als Nachbildung des Roten Planeten in einer Halle der Raumfahrtbehörde Roskosmos in Koroljow, 30km nördlich von Moskau.

Mission zum Mars © flickr cosmobc

Mit großem medialen Interesse betraten drei Russen, zwei Europäer und ein Chinese am 14. Februar 2011 in einem Testlauf zum ersten Mal den Mars. Nach achtmonatiger Isolation unter realistisch harten Bedingungen, konnten die Astronauten Bodenproben aus dem Mars-Sandkasten entnehmen und triumphierend Flaggen setzen.

Roskosmos und das Projekt Mars500

Das Kontroll- und Lagezentrum der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist ein historischer Ort: Von hier aus wurde Kontakt zur Weltraumstation Mir gehalten und bis heute steht die Verbindung mit der Internationalen Weltraumstation ISS. Auch der Satellit Sputnik und der erste Mensch im All Juri Gagarin haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Das Experiment Mars500 soll nicht nur die Landung auf dem Roten Planeten üben, sondern auch ein Testlauf für internationale Kooperation und Kommunikation sein. Die reale Durchführung dieses Projektes würde nämlich eine Kooperation zwischen Amerikanern, Europäern, Russen und Chinesen erfordern.

Erkenntnisse für die Medizin

Das 520 Tage dauernde Projekt soll außerdem wissenschaftliche Erkenntnisse für die Medizin liefern. Die sechs Männer, denen der ebenso lange Rückweg vom Mars nicht erspart bleibt, sind nebenbei noch interessante Versuchsobjekte.

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