Liebeskummer – Die unterschätzte Qual
Von Liebeskummer sind nicht nur Teenager betroffen. Diesen psychischen Extremzustand, der sich unter anderem in Schlaf- und Appetitlosigkeit äußern kann, kennen wohl leider fast alle Menschen, die bereits einmal ihr Herz verloren haben. In einigen Fällen kann aus diesem Leiden sogar eine schwerwiegende Depression heranwachsen.
Evolutionspsychologen und Soziologen haben sich nun auf die Suche nach dem Ursprung dieses Gefühls und seiner Behandlungsmöglichkeiten begeben. Im Folgenden erfahren Sie, was man gegen Liebeskummer tun kann.
Liebeskummer – Ein Thema, dass allgegenwärtig ist
Liebeskummer ist nicht nur Bestandteil schnulziger Hollywood-Romanzen, sondern findet sich bei genauerer Betrachtung unserer Umwelt an vielen Stellen im Leben. Viele Menschen sind von diesem Leiden betroffen, wobei es sich nicht nur um Teenager handelt.
Jedoch sollte dieses Leiden nicht unterschätzt werden, da es nicht nur psychische, sondern auch körperliche Beschwerden hervorrufen kann. So können die Betroffenen zum Beispiel an Schlaflosigkeit, Migräne und dem Broken-Heart-Syndrom leiden.
Warum ist Liebeskummer so qualvoll?
Liebe ruft typische Suchtsymptome hervor, die ganz rational gesehen auf dem Ausstoßen des Glückshormons Dopamin beruhen. Dieses Hormon bewirkt medizinisch gesehen eine Glückssucht, die einen in eine Gefühlslage versetzt, von dem man nur schweren Herzens loslassen möchte. Hat sich nun ein geliebter Mensch getrennt, kommt es zu einem Liebesentzug, der einem Drogenentzug ähnelt.
Liebeskummer lässt sich mit viel Disziplin und Durchhaltevermögen behandeln. So sollte man sich Ablenkung suchen und den Kontakt zum Mensch der Begierde rigoros abbrechen. Demnach kann man in diesem Fall auch von Liebesentzug sprechen. Nach Ansicht von Psychologen hat Liebeskummer den Vorteil, dass er einem unter anderem ein persönliches Wachstum ermöglicht.
Das Vier-Phasen-Modell bei Liebeskummer
Hat sich der Liebeskummer zu einer Depression entwickelt, kann der Weg zum Psychologen oder Mediziner hilfreich sein. Normalerweise sollte sich der Liebeskummer aber von allein beseitigen.
Die erste Phase ist das Nicht-Wahrhaben-Wollen. Die zweite Phase beinhaltet Gefühle, die sich in Wut und sogar in Hass äußern. Hat der Betroffene Phase drei erreicht, beginnt eine Neuorientierung. Schließlich tritt die vierte Phase ein, in der der vom Liebeskummer Betroffene realisiert, dass die Beziehung beendet ist und das sich neue Wege öffnen werden.
