Insekten und ihre faszinierende Welt – Kampf ums Überleben

Kategorie: Biologie
22. Jul

Die Welt der Insekten ist sehr faszinierend und nicht umsonst werden sie als das evolutionäre Erfolgsmodell bezeichnet. Dank einer perfekten Anpassung haben die kleinen Krabbeltiere einen sehr großen Vorteil im Kampf ums Überleben.

Insekten - Mit Tarnung und Mimikry Schutz vor Fressfeinden ©Flickr/gmajsicmtc

Bereits 160 Millionen Jahre vor der Ära der Saurier bevölkerten die ersten Insekten unseren Planeten. Und auch wenn eines Tages keine Menschen mehr die Erde bevölkern, werden noch viele Käfer, Libellen und Falter Teil der Erdbevölkerung sein.

Insekten und ihr Kampf ums Überleben

Etwa 80 Prozent der Tierarten sind Insekten. Zu ihren Lebensräumen gehören nicht nur dunkle Wälder und feuchte Wiesen, sondern auch Wüsten, Hochgebirge und sogar die eisigen Weiten der Antarktis. Jede noch so kleine Nische haben sich die Krabbler erobert und haben dabei eine sehr clevere Überlebensstrategie entwickelt.

Auf der Erde leben etwa eine Trillionen Insekten, also 143 Milliarden mal mehr Exemplare als Menschen, was in erster Linie auf ihre äußerst raffinierten Überlebensstrategien zurückzuführen ist. So können sich die Krabbler selbst in sehr gefährlichen Gebieten gegenüber ihren Feinden behaupten.

Faszinierende Welt der Insekten – Der Giraffenhalskäfer

Ein besonders interessantes Insektenexemplar ist der in Madagaskar beheimatete Giraffenhalskäfer. Die Männchen des nur 25 Millimeter lange Käfer haben einen 10 Millimeter langen Kopf, der ihnen beim Zweikampf mit anderen männlichen Exemplaren behilflich ist. Dank des Kopfes können die Männchen des Giraffenhalskäfers nicken, wobei die Dauer des Nickens über Sieg bzw. Niederlage entscheidet. Der bessere Nicker darf sich im Anschluss mit der Dame des Herzens paaren.

Mit Tarnung vor Fressfeinden schützen

Wo sich andere Insekten mit einer farbliche Anpassung an ihre Umgebung vor Fressfeinden schützen, fährt der Goldkäfer ganz andere Geschütze auf. Der in edlem Goldglanz schimmernde Käfer hält nicht viel von Unauffälligkeit. Aber wie sollte es anders sein, bringt auch diese sehr auffällige Färbung einen großen Vorteil für ihren Besitzer mit sich. So gehen die Wissenschaftler davon aus, dass der Goldkäfer mit seiner schimmernden Färbung seine Umwelt blendet, wodurch er praktisch unsichtbar wird und sich so lästige Fressfeinde vom Leib halten kann.

Weiterhin ist das so genannte Mimikry ein unter Insekten weit verbreitetes Phänomen. Dabei tarnen sich harmlose Vertreter als ihre gefährlichen Artgenossen. So findet man dieses Phänomen zum Beispiel bei der Wespenschwebfliege, die einer stechenden Wespe täuschend ähnlich sieht, und beim Hornissenglasflügler.

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