Giftige Tiere – Von Vogelspinnen zu Quallen und Schlangen

Kategorie: Biologie
1. Jul

Giftige Tiere sind wahrlich äußerst faszinierend. So stellt sich unter anderem die Frage, warum die Natur diese Lebewesen mit todbringenden Substanzen ausgestattet hat. Seien es Schlangen, tropische Spinnen, Vögel oder Quallen, überall auf der Welt leben Tiere, die sich zu behaupten wissen.

Giftige Tiere - Die schwarze Mamba ist eine äußerst giftige afrikanische Schlange ©Flickr/Mario Spann

Weltweit soll es mehr als 100.000 Gifttierarten geben, von denen eine Vielzahl für den Menschen eine potentielle Gefahr darstellt. Jährlich sterben statistisch gesehen etwa 125.000 Menschen an Schlangenbissen, wobei davon ausgegangen werden kann, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist.

Giftige Tiere – Giftige Vögel in Regenwald Papua-Neuguineas

Die Wissenschaft war sich bisher uneinig, ob es in den tropischen Regenwäldern tatsächlich giftige Vögel gibt. Allerdings ließ der US-amerikanische Biologe Jack Dumbacher von der University of Chicago die Forscher aufhören, da er von der Entdeckung einer giftigen Vogelart berichtete. So fand der Forscher tief verborgen im Dschungel Neuguineas einen kleinen niedlichen Vogel, der allerdings alles andere als harmlos ist.

Die Einheimischen nennen den hübschen kleinen gefiederten giftigen Urwaldbewohner Pitohui, der zur Gruppe der Dickköpfe gehört. Diese Vogelart ist die einzige weltweit, die in die Gruppe der giftigen Tiere gehört. So fanden die Biologen auf der Haut und im Gefieder eine giftige Substanz namens Homobatrachotoxin, die zu den stärksten Toxinen gehört und schwere Muskelkrämpfe auslösen kann. Aber warum verfügt ein Vogel über ein Toxin? Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Gift durch eine bestimmte Käferart in den Organismus des Vogels gelangt, der auf dem Speiseplan des Pitohui steht.

Giftige Tiere – Eine unentdeckte Welt

Die Forscher gehen davon aus, dass bisher nur ein Bruchteil der giftigen Tiere bekannt ist. Besonders in den Tropen leben viele Tiere, die sich gegenseitig mit Gift ausschalten können, also eine Art chemische Kriegsführung absolvieren. Dabei geht es allerdings nicht darum, den Menschen zu schädigen, sondern Beute zu machen und sich zu verteidigen.

Die meisten Tiergifte beruhen auf einer Eiweißkombination, wobei die Gifte sehr unterschiedlich zusammengesetzt sind. Weltweit gibt es mehr als 200 verschiedene Peptid-Toxine, die teilweise eine äußerst bizarre Wirkung mit sich bringen. Da sich die Gifte so gut wie nicht ähneln, ist es beispielsweise sehr schwer, ein Breitbandmittel gegen Schlangenbisse zu entwickeln.

Medizinische Bedeutung

Viele der in der Tierwelt vorhandenen Gifte spielen eine große Rolle für die Medizin. So kann es nach einem Biss der sehr giftigen brasilianischen Wanderspinne Phoneutria bei Männern zu äußerst schmerzhaften Erektionen kommen, was die Forschung dazu veranlasst, in dem Gift ein Wundermittel gegen Impotenz zu sehen.

Dank eines Gegenmittels hat sich die Zahl der Todesopfer deutlich verringert. Die aggressiven Spinnen sollten respektvoll behandelt werden und nicht zu Bissen veranlasst werden. Eine Giftmenge von 6 µg reicht aus, um eine etwa 20 Gramm schwere Maus zu töten. Bei der schwarzen Witwe wird eine Menge von 110 µg angegeben. Somit gilt die Phoneutria als die giftigste Spinne der Welt.

Es gibt wohl kaum ein faszinierendes Gefilde als die tropische Tierwelt und ihre Strategien zur Abwehr von Feinden und dem Erlegen von potentiellen Nahrungsmitteln. Und auch wenn sich viele Menschen von den Tieren bedroht fühlen und ihr Leben in Gefahr sehen, stellt die menschliche Gattung selbst die wohl gefährlichste Art auf diesem Planeten dar, auch wenn diese über kein Gift verfügt.

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hanni schreibt
am 24. August 2012 um 13:06 Uhr

wie wiederlich ich jab kein bock gebissen zu werden iiiiii als passt auf aber die leute die an giftigen tieren sterben haben echt pech sie tuen mir leid aaaaaaaaaaa

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