Evolution: Wird Jurassic Park Realität?
Sensationell! Erstmals ist es Forschern gelungen, das Erbmaterial einer ausgestorbenen Tierart wieder zum Leben zu erwecken.
Australische Forscher haben das unmöglich Geglaubte geschafft. Aus Genmaterial einer seit 100 Jahren in Alkohol eingelegten Gewebeprobe haben sie lebendes Gewebe einer ausgestorbenen Tierart materialisiert. Damit rückt für viele, die Hoffnung auch andere ausgestorbene Tierarten wie Dinosaurier wieder auferstehen zu lassen, in den Bereich des Möglichen.
Gewebe des Tasmanische Tiger zum Leben erweckt
Evolutions – Theoretiker Charles Darwin hätte seine Freude an den heutigen Fortschritten in der Genforschung. Gelungen ist den Forschern aus Melbourne das Kunststück mit den Genen eines Tasmanischen Tigers. Der letzte aus der Familie des Beutelwolfs stammende Tasmanische Tiger ist 1936 gestorben. Nun konnte ein Teil seines Erbmaterials im Embryo einer Maus erneut zum Leben erweckt werden. Bei den genetischen Informationen handelt es sich um einen 17 Basenpaare langen DNA-Abschnitt, der die Knochen- und Knorpelbildung der Maus anschaltet. Die Forscher stellen in Aussicht dieses Verfahren prinzipiell auf alle Gene anwenden zu können und so Tierarten wie Dinosaurier oder Mammuts auf die Erde zurückzuholen.
Berechtigte Zweifel an einem Jurassik Park in naher Zukunft
Wird Jurassic Park also bald Realität? Insgesamt bleibt fraglich, wieerfolgreich die Forscher mit ihren Bestrebungen in Zukunft sein werden. Viele Vertreter der Wissenschaft halten die vorgestellten Erbgebnisse jedoch für „heiße Luft“. Denn bisher sei nur ein winziger Schritt getan. Um ausgestorbene Arten wirklich wieder zum Leben zu erwecken, sei mehr als nur die Gen-Sequenzen nötig. Neben den vollständigen Genomen bräuchte man, laut Biologe Thomas Knebelsberger, die Gesamtstruktur der Chromosomen sowie passende Eizellen, die Stoffe enthalten, die die Gene ein- und ausschalten.
Rettet die neue Technik vom aussterben bedrohte Tierarten?
All dieses Material von lange ausgestorbenen Tierarten, wie den seit 65 Millionen Jahren veschwundenene Dinsauriern aufzutreiben, sei nahezu unmöglich, lassen kritische Stimmern verlauten. Schon eher könne man die Technik bei heute vom aussterben bedrohten Arten anwenden. Trägt man jetzt das benötigte Erbgut zusammen, hätte man die optimalen Voraussetzungen geschaffen. Doch selbst dann sei es fraglich, ob man aus dem Erbmaterial wirklich lebendige Wesen „herstellen“ könnte. Es bleibt also spannend in der Gen-Forschung.
