Die Würfelqualle – Eines der giftigsten Tiere auf der Welt
Die Würfelqualle gehört zur Gruppe der Nesseltiere, von denen es etwa 50 Arten gibt. Der Name geht auf die würfelartige Form der Tiere im Medusenstadium hervor. Ihr Gift gehört zu den stärksten, die im Tierreich vorzufinden sind.
Die auch als Seewespe bezeichnete Qualle kommt hauptsächlich in den tropischen und subtropischen Meeren Asiens und Australiens vor. Bisher wurden mehr als 5.500 Todesopfer dokumentiert. Sollte es zu einem Unfall gekommen sein, muss möglichst schnell Hilfe erfolgen.
Würfelquallen besitzen ein hochwirksames Gift
Das Gift der Würfelqualle greift nicht nur das Herz, sondern auch das Nervensystem und die Hautzellen an. Die Nesselgifte der Seewespe dienen der Verteidigung gegen Feinde und dem Beutefang. Kommt ein Kind mit dem hochwirksamen Nesselgift in Berührung, erfolgt innerhalb weniger Minuten der Tod. Einige Untersuchungen haben gezeigt, dass das Gift einer Würfelqualle 100 Menschen töten kann.
Vergiftungen durch Würfelquallen, die der Irukandji-Gruppe angehören, lösen das sehr schmerzhafte Irukandji-Syndrom aus, das aber nur in seltenen Fällen zum Tode führt. Wissenschaftler konnten die Strukturen der gefährlichen Gifte der Würfelqualle bisher noch nicht genau analysieren. Bekannt ist hingegen, dass diese Substanzen aus Proteinen bestehen.
Der Lebensraum der Würfelquallen
Die meisten Arten der Würfelqualle leben in flachen küstennahen Gewässern des Pazifiks, Atlantiks und Indischen Ozeans. Allerdings dringen einige wenige Exemplare auch bis ins Mittelmeer und an die Küste Portugals vor.
Zu ihren bevorzugten Beutetieren gehören unter anderem Garnelen und kleine Fische, die sie mit ihrem Gift innerhalb weniger Sekunden lähmt und anschließend tötet. Damit dies möglichst schnell passiert, muss das Gift eine hohe Wirkung haben. In den bis zu 2 Meter langen Tentakeln sitzen die Nesselkapseln mit dem hochwirksamen Gift. Beim Menschen führt das Gift innerhalb kurzer Zeit zu akuten Herz-Kreislauf-Problemen, Atemstillstand und Herzversagen.
Was tun im Notfall?
Der betroffene Mensch muss umgehend aus dem Wasser geborgen werden, da ansonsten die Gefahr des Ertrinkens besteht. Die betroffenen Körperpartien mit einer 5%-igen Essiglösung spülen. Bitte kein Wasser verwenden. Der Patient muss ruhig gelagert werden, wobei der Kreislauf überwacht wird. Zudem muss sofort ein Mediziner verständigt werden, der dem Patienten ein Gegengift verabreicht.
Die Reanimation sollte für mindestens 20 Minuten durchgeführt werden, da die Toxine bis zu 15 Minuten wirken.
