Das Bermudadreieck – Mythen und Wahrheiten

Kategorie: Geologie
25. Nov

Um das Bermudadreieck, welches auch als Teufelsdreieck bezeichnet wird, ranken sich viele Mythen. Das Seegebiet, das sich zwischen Puerto Rico, den Bermudas-Inseln und dem südlichen Zipfel Floridas befindet, ist berüchtigt für das mysteriöse Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen.

Das Bermudadreieck - Mysteriöses Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen © flickr/â–ºCubaGallery

So sollen einige verschwundene Schiffe und Flugzeuge angeblich spurlos verschwunden sein. Andere Mitteilungen besagen, dass diese zwar intakt, aber ohne Besatzung aufgefunden wurden. Was hat es mit den Mysterien um das Bermudadreieck auf sich?

Das Bermudadreieck – Außerirdische und unbekannte Kraftfelder

Im Jahr 1974 erlangte das Bermudadreieck aufgrund einer Fallsammlung von Charles Berlitz und J. M. Valentine internationale Bekanntheit. In Deutschland erschien diese Sammlung unter dem Titel „Das Bermuda-Dreieck: Fenster zum Kosmos“. Darin werden Spekulationen vorgestellt, die davon ausgehen, dass Bewohner ferner Planeten im Universum oder unbekannte Kraftfelder für das Verschwinden der Schiffe und Flugzeuge verantwortlich sind.

Das Bermudadreieck – Erklärungsversuche für das Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen

Geophysiker haben im Gebiet des Bermudadreiecks sehr große Mengen an Methangas gefunden, die möglicherweise für das mysteriöse Verschwinden der Schiffe und Flugzeuge verantwortlich sein können. Dieses Gas bildet unter bestimmten Voraussetzungen Methanhydrat, welches zum Beispiel bei tektonischen Verschiebungen oder Seebeben entweichen kann, wodurch ein so genannter Blowout, also ein Methanausbruch, hervorgerufen werden kann. Befindet sich ein Schiff direkt über einer solchen Methanwolke sinkt es unweigerlich.

Überfliegt ein Flugzeug eine Methangaswolke, so würde bereits ein sehr kleiner Funke ausreichen, um das aufsteigende Methangas zu entzünden und das Flugzeug in Flammen aufgehen zu lassen. Allerdings gab es bisher keine Bestätigung von Seiten der Forschung, dass aus dem Meer aufsteigendes Methan in die Höhe von Flugzeugen gelangen kann.

Klima, elektromagnetische Felder und riesige Wellen

Andere Forscher gehen davon aus, dass im Bermudadreieck elektromagnetische Felder wirken, die sich auf das Navigationssystem auswirken, wodurch es zu Schiffunfällen kommen kann. Andere Theorien beziehen sich auf riesige Wellen, die auch als Kaventsmänner oder Freakwaves bezeichnet werden, die für das Verschwinden von Schiffen verantwortlich sein können.

Andere Wissenschaftler wiederum machen das im Bermudadreieck herrschende Klima für die Rätsel des Gebietes verantwortlich. So kommt es in dieser Region häufig zu Stürmen, die den Schiffen sehr zusetzen können.

Letztendlich konnte aber nie wissenschaftlich belegt werden, dass im Bermudadreieck vermehrt Schiff- bzw. Flugzeugunfälle stattgefunden haben. Sehr wahrscheinlich ist, dass Funksprüche aus dem Bermudadreieck schlicht falsch interpretiert worden sind.

Ähnliche Artikel

Kommentar schreiben
Name

E-Mail (wird nicht veröffentlicht)

Webseite (optional)

Nachricht