Bananenspinne: Gift gegen Impotenz

Kategorie: Medizin
15. Jul

Die Bananenspinne ist auch unter den Bezeichnungen Wander- bzw. Kammspinne bekannt. In der Regel handelt es sich dabei um eine äußerst aggressive und zudem sehr giftige Spinnenart namens Phoneutria. Diese in Brasilien beheimatete Wanderspinne trägt ein starkes Gift mit sich, an dem die Pharmazie sehr großes Interesse zeigt.

Ein Giftbiss dieser Spinne kann beim Mann zu einem so genannten Priapismus führen, wobei es sich um eine äußerst schmerzhafte Erektion handelt. Und genau an diesem Punkt haben die pharmazeutischen Großbetriebe ihren Ohren aufgesperrt: Macht ein Spinnengift Viagra Konkurrenz?

Bananenspinne – Kampf der Impotenz

Die Phoneutria ist kein sonderlich entspannter Zeitgenosse, da sie als sehr aggressiv und reizbar gilt. Nähert sich ihr Gefahr, führt sie einen für ihre Art sehr typischen Tanz auf, bei dem sie ihre Beine beeindruckend in die Höhe reckt und ihre vor Gift triefenden Beißerchen zeigt. Dieser Spinne sollte man definitiv mit dem gebührenden Respekt gegenüber treten.

Immerhin zählt diese neben der australischen Atrax Robustus und den Echten Witwen zu den giftigsten Spinnen der Welt, da sie selbst für einen gesunden erwachsenen Menschen eine ernstzunehmende Gefahr darstellen kann. Nach Unfällen ist eine medizinische Versorgung notwendig, bei der ein Gegengift verabreicht wird.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Spinne, die oft mit Bananen eingeschleppt wird und daher auch als Bananenspinne bezeichnet wird, für einen Großteil der tödlichen Giftspinnenunfälle verantwortlich ist. Allerdings gibt es auch Quellen, die an dieser Stelle die Schwarze Witwe anführen.

Gift der Phoneutria bedeutend für Pharmazie

Sollte es mit der neun Zentimeter großen Bananenspinne zu einem Giftbiss kommen, kann dies äußerst fatale Folgen mit sich bringen, die tödlich enden können. Allerdings hat das Gift die Eigenschaft, bei Männern eine schmerzhafte Erektion auszulösen, was Pharmaziekonzerne zu Forschungen an der toxischen Substanz animiert. So wollen sie mit dem Gift ein Potenzmittel entwickeln, das eine Alternative zu Viagra darstellt.

Das Toxin der Phoneutria nigriventer könnte zudem in einem Medikament eine schmerzstillende Wirkung mit sich bringen. Darüber hinaus könnte es wirkungsvoll nach Schlaganfällen und bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden.

Nur noch eine Frage der Zeit

Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Forschungen zum erwarteten Ergebnis führen und die Medikamente erhältlich sind und den Menschen unterstützend zur Seite stehen können. Einige Forscher gehen jedoch davon aus, dass die Grundlagenforschung noch lange nicht abgeschlossen ist.

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