Baldige Hochwasser-Katastrophe? – Meeresspiegel steigt durch Klimawandel

Kategorie: Geologie
27. Mai

Der Meeresspiegelanstieg fällt nach neuesten Studien aufgrund der unberechenbaren Gletscherschmelze in Grönland dramatisch höher aus als bisher vermutet. Die globale Erwärmung ist trotz weniger CO2-Emission nicht mehr aufzuhalten. Mit großflächiger Überschwemmung ist zu rechnen. Was ist dran an der Land-unter-Stimmung?

Alles nur Panikmache oder müssen wir der beängstigenden Wahrheit ins Gesicht sehen? Der Klimawandel ist kein Tropfen auf den heißen Stein, die Prognosen über den Untergang der Welt häufen sich. Nach neuesten Berechnungen vom Wissenschaftskomitee des Arktischen Rates (AMAP) müssen wir in naher Zukunft alle etwas näher zusammenrücken und manche von uns wohl auch bald ins kalte Wasser springen. Doch auch wer auf dem Trockenen sitzt, wird die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen.

Fehldiagnose Klimawandel: Neue Prognosen vorgelegt

Der UN-Klimarat hatte erst 2007 einen Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 um 19 bis 59 Zentimeter prognostiziert. Heute legte das Wissenschaftskomitee des Arktischen Rates (AMAP) neue Zahlen vor. Dem AMAP gehören Kanada, die USA, Russland, Island, Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark an. Aufgrund von neuen Kenntnissen und Messungen der Grönländer Gletscher zeigt die Studie besorgniserregende Ergebnisse: Laut AMAP wird der Wasserstand der Weltmeere bis 2100 um 0,9 bis 1,6 Meter steigen.

Arktische Gletscher- und Eisschmelze werden bedrohlich

Die Erderwärmung und das damit einhergehende Abschmelzen der Polkappen war bis dahin noch als unbegründete Ansicht von Schwarzsehern abgetan worden. Jetzt ist es dem AMAP gelungen, fundierte Messergebnisse zu erzielen.

Der stetige Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte führte zu einer Verlängerung der jährlichen Schmelzzeit der arktischen Gletscher, Eiskappen und des grönländischen Inlandeises um 40 bis 50 Tage. Diese Wassermassen, die dort abschmelzen, werden in nicht allzu langer Zeit weite Teile des Festlandes überfluten. Die katastrophalen Auswirkungen auf die Menschen können sich selbst die Klimaforscher bis heute noch nicht so richtig vorstellen.

Auswirkungen des Klimawandels auf die Welt

Dass sich noch weitere Risiken hinter dem Klimawandel verstecken, bleibt ohne Frage. Die globale Erwärmung bringt Dürre und Trockenheit auf der einen Seite, Überflutung und Versalzung auf der anderen. Selbst wenn wir heute aufgeklärt und uns der Veränderungen bewusst sind, ist der Prozess des Meeresspiegelanstiegs nicht mehr zu stoppen.

Denn der Meeresspiegel ist ein träges System, was schon seit Jahrhunderten genau das andeutet, was jetzt eintritt. Nur wollte keiner zuhören und nun wird es weitere hunderte von Jahren dauern, um den zerstörerischen Prozess zu regulieren. Der Mensch muss sich an die Veränderungen seiner Umwelt anpassen. Nur kann es Probleme geben, die bis jetzt noch nicht absehbar sind.

Es wird eng hier: Hochwasser und Überbevölkerung

Es wird eng auf dem Planeten Erde. Sollte der Meeresspiegel tatsächlich wie die Wissenschaft behauptet um bis zu 1,6 Meter ansteigen, verlieren mindestens 150 Millionen Menschen den Boden unter den Füßen. Mehr als 150 Millionen Menschen leben in Küstennähe oder ihr Land liegt nicht mehr als 1 Meter über dem Meeresspiegel. Bangladesch zum Beispiel ist das meist bevölkerte Land und gleichzeitig liegt es auch sehr flach. Auch China gerät in Gefahr, überschwemmt zu werden. Wohin dann mit den 1,3 Milliarden Menschen?

Zusätzlich bahnen sich ungeahnte wirtschaftliche Auswirkungen an. Und auch das Grundwasser sowie die Ernährung der Weltbevölkerung ist in Gefahr. Je mehr das Salzwasser vordringt, um so mehr fruchtbares Land versalzt. Hier soll keine Schwarzmalerei betrieben werden. Dennoch müssen wir uns eingestehen, dass wir uns an die Konsequenzen unserer Klimapolitik nun anpassen müssen und wir nicht die Macht über alles in der Welt innehaben können. Die porösen Gletscher in der Arktis sind nicht zu unterschätzende Gegner und sie lassen schon lange nicht mehr mit sich reden.

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Micha schreibt
am 5. Juni 2011 um 22:21 Uhr

Super Artikel. Würde gern mehr Artikel zu dem Thema lesen. Ich freue mich schon auf die naechsten Posts.

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janina schreibt
am 13. Januar 2012 um 13:51 Uhr

hey
das ist ein echt hilfreicher artikel für mein schulrefarat gewesen. jedoch habe ich leider nichts überr evtl. hochwasserschutz lesen können. wäre echt super wenn mal jemand was darüber veröffentlichen könnte.
freu mich drauf:)

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