Bakterien – Leben in todbringenden Gefilden
Bakterien sind wahrlich gegen fast alles gewappnet, was dem menschlichen Organismus den Tod bescheren würde. So leben die kleinen Lebewesen unter anderem in radioaktiven Gebieten oder sogar in Säure. Viele der Mikroorganismen überleben in Gefilden, die für den Menschen den Tod bedeuten würden.
Wissenschaftler gegen nun der Frage nach, ob dieser Umstand einen Rückschluss darauf gibt, dass auch Leben im All möglich ist.
Bakterien – Die reinsten Überlebenskünstler
Der in Kalifornien befindliche Mono Lake beherbergt außergewöhnliche Kalkformationen, die sich wie bizarre Gebilde über der Wasseroberfläche präsentieren. Diese stellen in gewisser Weise das Wahrzeichen des kalifornischen Gewässers dar. Allerdings liegt die wirkliche Besonderheit des Sees in seinem Schlamm versteckt, dort tümmeln sich nämlich unzählige Bakterien.
Diese Mikroben gehören der Art Halomonadacea an und leben in einer Gegend, die für viele andere Lebewesen tödlich wäre. Die auf den ersten Blick sehr unscheinbaren offenbaren einen sehr außergewöhnlichen Charakter.
Bakterien im Mono Lake – Leben in Arsen
Die Heimat dieser Mikroben enthält eine sehr hohe Konzentration an Arsen, einem Gift, das zur Gruppe der Halbmetalle gehört und wegen seiner Giftigkeit gefürchtet ist. Allerdings sind diese Mikroben nur ein Beispiel für viele andere Kleinstlebewesen, die sich in einer giftigen Umwelt aufhalten und dort ihr Leben verweilen.
So fanden Wissenschaftler Bakterien mehrere tausend Meter tief in Gestein verborgen, aber auch in Säuren und radioaktiven Gebieten leben die Mikroben. Die Wissenschaft geht davon aus, dass über 95 Prozent der Bakterien dem Menschen unbekannt sind, da sie in für den Menschen schwer zugänglichen bzw. giftigen Gebieten leben.
Bakterien – Verweis auf Leben im All?
Aber schon unter den fünf Prozent der Mikroben, die uns bekannt sind, leben sehr viele verschiedene Arten, dass man davon ausgehen kann, dass diese auch im Universum anzufinden sind. „Was wir hier auf Erden finden, ist ein verlässlicher Fingerzeig auf das, was wir auch irgendwo anders finden werden“, sagte Simon Conway Morris, Mitarbeiter beim Department of Earth Sciences der Universität in Cambridge.
